Roli-Ann Neubauer steuerte 13 Punkte zum Erfolg gegen Frankreich bei.

Foto: Steffie Wunderl

Deutsche Damen erzielen wichtigen Gruppen-Sieg gegen Frankreich

Nach zwei Niederlagen gegen die beiden Turnierfavoriten USA und die Niederlande hat die deutsche Damen-Nationalmannschaft bei der Rollstuhlbasketball-WM in Ottawa mit einem Sieg über Frankreich die Chancen auf den Viertelfinaleinzug gewahrt. In der Sporthalle der Carleton Universität besiegte das von Kapitänin Svenja Mayer angeführte Team den fünften der Europameisterschaft deutlich mit 50:26 (12:2, 31:14, 44:20) und konnte dabei vor allem im ersten und dritten Viertel überzeugen.

Mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Algerien könnte sich Team Germany endgültig qualifizieren und sich sogar noch Gruppenplatz drei sichern, um sich für die Runde der letzten Acht eine noch bessere Ausgangsposition zu verschaffen.

»Mein Fazit zu diesem Spiel: Ich bin einfach nur mega happy – ich liebe diese Mädels. Im Gunde haben wir an das Spiel von gestern angeknüpft, auch wenn es eine Niederlage war. Aber wir haben die vielen positiven Dinge mitgenommen und gegen Frankreich dann einfach umgesetzt«, fasste eine sichtlich zufriedene Roli-Ann Neubauer das Spiel aus ihrer Sich zusammen.

»Wir haben gut zusammengespielt, waren uns in der Defense für nix zu schade und waren hart an den Stühlen der Gegnerinnen. Der Gameplan von Josef ist einfach aufgegangen«, sagt die 41-jährige Berlinerin, die im Fußgänger-Basketball die deutschen Farben auch schon einmal vertreten hat.

Keine Experimente bei der Starting Five

Auch im vierten Spiel der Gruppe B blieb Josef Jaglowski seiner taktischen Linie treu und schickte Svenja Erni, Svenja Mayer, Lisa Bergenthal, Catharina Weiß und Lilly Sellak als Starting Five auf den Court in der Carleton Universität. Von einer kleinen deutschen Fangruppe frenetisch angefeuert, zeigte das Team vor allem in der Defensive eine sehr starke Leistung, arbeitete aggressiv gegen den Stuhl und ließ den Französinnen nur schwere Würfe, die kaum zu nutzen wussten. Mit 12:2 ging es in die Viertelpause – ein Ergebnis, dass aus deutscher Sicht durchaus höher hätte ausfallen können.

Im zweiten Abschnitt blieben die deutschen Damen in der Defensive weiter konzentriert und brachten in der Offensive unter dem Korb und aus der Distanz immer wieder erfolgreich den Ball im gegnerischen Korb unter. Vor allem Roli-Ann Neubauer, mit Annika Sonnleitner zum Ende des ersten Viertels eingewechselt, konnte mit ihren Punkten die Französinnen auf Distanz halten. Trotz guter Defensivarbeit gelang es dem Team ›Tricolore‹ nämlich etwas besser ins Spiel zukommen.

Mit Treffern unter anderem von Lisa Bergenthal (25:10, 16. Min.), Svenja Mayer (27:10, 18.) und erneut Roli-Ann Neubauer konnte der Vorsprung vor dem Seitenwechsel auf plus 17 gehalten werden.

Nach der Pause bot sich den Zuschauenden ein ähnliches Bild. Offensiv fand das französische Team keine Lösungen und musste defensiv immer wieder Punkte hinnehmen. So ging der Spielabschnitt erneut deutlich mit 13:6 an die deutschen Damen.

In der Schlussphase bemühten sich beide Teams um weitere Punkte, ließen letztendlich mit 6:6 das Spiel ausklingen.

Lisa Bergenthal bewies auch heute wieder ein ›feines Händchen‹ und erzielte 18 Punkte für das deutsche Team. Bei den Franzosen war Grace Wembolua mit 12 Korbpunkte die beste Schützin.

Mit dem Erfolg haben sich die deutschen Damen bereits für das Viertelfinale qualifiziert. Mit einem Sieg gegen Algerien am Dienstag (15.09. 10.00 Uhr (EST), Carleton Universität) könnte sich Team Germany noch auf Platz drei der Vorrundengruppe verbessern und sich ein noch bessere Ausgangsposition für die Überkreuz-Spiele verschaffen, die ab dem 16.09. ausgetragen werden.

Bundestrainer zeigt sich zufrieden

»Wir sind sehr zufrieden mit der Leistung unseres Team. Sie haben als Mannschaft die Vorgaben gut umgesetzt und eine ganz tolle Defense gespielt und den Französinnen nur die schweren Würfe gelassen. Es war ein wichtiger Sieg heute auch mit Blick auf das Erreichen der Crossover-Spiele«, sagte Bundestrainer Jaglowski unmittelbar nach dem Spiel in der Mixedzone.

Deutschland
Lisa Bergenthal (18 Punkte, RBC Köln 99ers), Roli-Ann Neubauer (13, Alba Berlin), Svenja Mayer (10, Nürnberg Falcons), Catharina Weiß (6, ADM Econy Gran Canaria), Lilly Sellak (Nürnberg Falcons), Annika Sonnleitner (3, Iguanas München), Svenja Erni (Doneck Dolphins Trier), Marie Kier (RSB Thuringia Bulls), Lena Knippelmeyer (n.e., RSC Osnabrück), Verena Meyer (n.e., Nürnberg Falcons), Leyla Stähler (n.e., Hannover United), Anne Patzwald (n.e., AS Briantea84),

Frankreich
Grace Wembolua (12 Punkte), Marion Blais (10), Lisa Clairy-Galibert (2), Louisa Vari Le Roux (2), Anne-Sophie Rubler, Charlène Coatantiec, Marion Dijoux, Louise Dookun, Lucie Nolet, Maria Ernest-Augustin, Mathilde Veuille (n.e.), Maud Prevost, (n.e.).

Spielplan und Ergebnisse sowie Livebilder

Alle Spiele werden auf dem YouTube-Channel der IWBF übertragen. Zudem gibt es hier Live-Stats (HerrenDamen), den Spielplan und aktuelle Tabellenstände.
Infos zu den deutschen Teams finden Sie hier (HerrenDamen).