Lisa Bergenthal von den Köln 99ers war zusammen mit Roli-Ann Neubauer (Alba Berlin) mit jeweils 10 Punkten Topscorerin im Spiel gegen die USA.

Foto: Steffie Wunderl

US-Team zeigt deutschen Damen die Grenzen auf

In ihrem zweiten WM-Gruppenspiel mussten die deutschen Damen am Donnerstag (10.09.) gegen den Favoriten aus den USA eine deutliche 73:31 (21:6, 34:10, 56:20)-Niederlage hinnehmen. Dabei zeigte das Team von Bundestrainer Josef Jaglowski in der Carleton Universität zu viel Respekt vor dem Titelaspiranten und konnte auch bei der Trefferquote nicht an das gute Spiel vorm Vortag anschließen.

Die Zone dichtmachen und den Gegner von außen werfen lassen, so hieß der Matchplan für das zweite Spiel in der WM-Vorrundengruppe B gegen die USA. Schon im ersten Viertel ging der Plan nicht auf und das deutsche Team geriet durch einen 10:0-Lauf der US-Amerikanerinnen schnell in Rückstand.

Es dauerte fast fünf Minuten bis Roli-Ann Neubauer den ersten Ball zum 2:10 (5. Min.) versenken konnte. Die deutsche Defense, beim Sieg gegen Japan noch ein Faktor, hatte dem hohen Tempo und der Spielfreude des US-Teams um die beiden Topscorerinnen Rose Hollermann und Courtney Ryan (je 15 Punkte) zu wenig entgegen zu setzen, um das Spiel offen halten zu können.

Und in der Offensive blieb die Trefferquote weit unter den Möglichkeiten der deutschen Damen. So ging es mit 6:21 in die erste Viertelpause.

Auszeiten und Wechsel blieben überwiegend ohne Wirkung

Bundestrainer Josef Jaglowski versuchte im weiteren Verlauf der Partie mit Auszeiten und unterschiedlichen Line-ups Einfluss auf das Spiel zu nehmen, was am Ende aber nicht zum Erfolg führte.

Die DBS-Damen kamen zwar gelegentlich mit gelungenen Kombinationen zu erfolgreichen Würfen, verhalfen ihren Gegenspielerinnen durch leichte Fehler und schnelle Ballverluste immer wieder auch zu einfachen Punkten. Beim Stand von 34:10 zur Halbzeit war das Spiel entschieden und auch die letzten beiden Viertel gingen deutlich mit 22:10 und 17:11 an den Favoriten.

Abstand zu den Weltklasseteams noch zu groß

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass der Abstand zu den US-Amerikannerinnen noch zu groß ist. Die Enttäuschung über den Spielverlauf und die höhe der Niederlage war den Spielerinnen auch noch lange nach dem Spiel anzusehen. Jetzt gilt es, die Niederlage schnell aus den Köpfen zu bekommen, denn mit den Niederlanden wartet am Samstag (12.09.) schon der nächste große Brocken auf das deutsche Team.

»Wie haben versucht, die Mannschaft so gut wie möglich auf die Begegnung mit einem der Top-Teams vorzubereiten und hatten einen Plan dafür. Das Ergebnis zur Halbzeit hat aber gezeigt, das die Spielerinnen zu weit weg waren von unserem Plan«, so Bundestrainer Jaglowski nach dem Spiel.

»Am Ende fehlte den Spielerinnen auch das Selbstvertrauen und der Glaube an die eigene Stärke, um ein besseres Ergebnis erzielen zu können.«

USA
Rose Hollermann (15 Punkte), Courtney Ryan (15), Becca Murray (8), Lindsey Zurbrugg (8), Zoe Boris (8), Emily Oberst (6), Ixhelt Gonzalez (6), Areale Middleton (5), Baily Moody (2), Josie Aslakson, Kaitlyn Eaton,. Abigail Bauleke,

Deutschland
Lisa Bergenthal (10, RBC Köln 99ers), Roli-Ann Neubauer (10, Alba Berlin), Svenja Erni (2, Doneck Dolphins Trier), Svenja Mayer (2, Nürnberg Falcons), Lilly Sellak (Nürnberg Falcons), Annika Sonnleitner (Iguanas München), Catharina Weiß (4, ADM Econy Gran Canaria), Anne Patzwald (AS Briantea84), Lena Knippelmeyer (RSC Osnabrück), Verena Meyer ( Nürnberg Falcons), Marie Kier (RSB Thuringia Bulls), Leyla Stähler (Hannover United).

Spielplan und Ergebnisse sowie Livebilder

Alle Spiele werden auf dem YouTube-Channel der IWBF übertragen. Zudem gibt es hier Live-Stats (HerrenDamen), den Spielplan und aktuelle Tabellenstände.
Infos zu den deutschen Teams finden Sie hier (HerrenDamen).