Mit 31 Punkten bester Spinto-Akteur: Gijs Even (m.) im Spiel gegen die Rhine River Rhinos.

Foto: Stefan Massmann

 

Spinto Münsterland setzt mit klarem Heimsieg gegen die Rhinos ein kleines Ausrufezeichen

Spinto Münsterland beweist Heimstärke gegen Wiesbaden

Schon zu Beginn der Saison stand Rekordmeister RSV-Lahn-Dill bei seinem knappen 65:62 Erfolg im Warendorfer ›Josef-Dome‹ kurz vor einer Niederlage. Jetzt zeigte sich das Team vom Gastgeber Spinto Münsterland spielerisch nochmals verbessert und besiegte die Rhine River Rhinos klar mit 82:55 (26:11, 42:22, 67:40).

Mit ausgesprochen großer Spielfreude und hoher Präzision legte das Team von Head Coach Marcel Fedde zu Beginn der Partie einen 19:0-Lauf aufs Parkett, ehe Jake Eastwood mit einem Drei-Punkte-Wurf nach über sechs Minuten die ersten Punkte für seine Farben erzielten konnte. Die Gäste fanden in der Folge zwar besser in die Partie, konnten den Rückstand bis zur ersten Viertelpause aber nicht wesentlich verkürzen (26:11).

Auch im zweiten Viertel blieben die Münsterländer konsequent in der Deckungsarbeit und effektiv im Angriff. Vor allem Gijs Even, mit 31 Punkten erneut Topscorer seines Teams, und Sören Müller konnten immer wieder den Ball erfolgreich im Korb der Gäste unterbringen, egal ob aus der Halbdistanz, unter dem Korb oder von der Freiwurflinie. Kurz vor dem Pausenpfiff netzte Müller schließlich zum 42:22 ein und erhöhte den Abstand auf 20 Punkte.
Nach dem Seitenwechsel gesellte sich nun auch Neuzugang Ilias El Bennay zum Erfolgsduo Even/Müller und steuerte zehn seiner insgesamt 17 Punkte zum Zwischenstand von 67:40 bei.

Die Gäste waren zwar bemüht und gaben nicht auf, konnten dem Tempo und der Präzision des Warendorfer Angriffsspiels aber nur im letzten Viertel etwas entgegensetzen und die Schlussphase mit 15:15 ausgeglichen gestalten. Am Ende mussten sich die Wiesbadener mit 55:82 deutlich und auch in der Höhe verdient geschlagen geben.

Nach der Partie zeigte sich Wiesbadens Head Coach Chris Huber enttäuscht über den Auftritt seiner Mannschaft und machte deutlich, worauf es in den kommenden Wochen ankommen wird: »Heute sind wir alle enttäuscht über unsere eigene Leistung. Münsterland hat hervorragend gespielt und auch schwierige Würfe trotz guter Verteidigung gemacht. Unser Gegner hat heute vor allem mehr Energie und Intensität an den Tag gelegt.«

Spinto Head Coach Marcel Fedde nach dem Spiel: »Der 19:0-Lauf zu Beginn, der total verrückt war, war das Fundament für den Sieg heute. Wir hatten immer eine Antwort parat. Es war auch schön zu sehen, als Trainer hat man eine Idee, die Idee funktioniert und die Mannschaft setzt es perfekt um und packt am Ende noch was drauf, mit einer tollen Trefferquote und einem super Teamplay. Viel besser hätte es heute nicht laufen können.«

Bester Akteur auf Seiten der Gastgeber war erneut Gijs Even mit 31 Punkten. Zudem punkteten Sören Müller (24) und Ilias El Bennay (17) zweistellig. Kei Akita (16) führt bei den Rhinos die Scorerliste an, gefolgt von Neuzugang Lachlin Dalton, der 13 Punkte erzielte.

Zum nächsten Heimspiel empfängt Spinto Münsterland am Samstag (07.11.) die RBB München Iguanas, die noch auf ihren ersten Sieg warten. Die Rheine River Rhinos haben spielfrei, da die Partie gegen die Köln 99ers auf den 05.03.27 verschoben wurde.

Spinto Münsterland
Gijs Even (31 Punkte), Sören Müller (24), Ilias El Bennay (17), Sven Diedrich (6), Sean-Joel Schröder (2), Ylonne Post (2), Fabian Jansen, Caroline Sitzmann, Janne Krähe.

Rhine River Rhinos Wiesbaden
Kei Akita (16 Punkte/2 Dreier), Lachlin Dalton (13/1), Steven Elliott (9), Mojtaba Kamali (8), Jake Eastwood (5/1), Tim Diedrich (4), Teemu Partanen, James Palmer, Geshnigani S. Hosseini, Christopher Huber (n.e.).

Beste Saisonleistung in Halbzeit zwei sichert souveränen RSV-Erfolg in Köln

Der RSV Lahn-Dill hat nach der Heimniederlage der Vorwoche gegen Wiesbaden mit seiner bisher besten Saisonleistung zurück in die Erfolgsspur gefunden und bei den Köln 99ers einen in der zweiten Halbzeit souverän herausgespielten 85:67-Auswärtssieg (15:14/36:30/59:49) gefeiert. Aus einer mannschaftlich geschlossenen Leistung ragte vor allem US-Weltmeisterin Rose Hollermann offensiv heraus und avancierte mit 26 Punkten zur klaren Topscorerin der Partie am Rhein.

Nach der Niederlage gegen die Rhine River Rhinos startete der Rekordmeister leicht verunsichert und die Partie und haderte zunächst auch wieder mit der nicht optimalen Trefferquote. So verlief die Partie vor der Halbzeit auf Augenhöhe, mal lagen die Gäste aus Mittelhessen vorn, wie beim Dreipunktespiel von Julian Lammering mit 13:12 (9.), mal die rheinischen Hausherren wie beim 19:22 (13.) aus Wetzlarer Sicht.

Erst kurz vor der Halbzeitsirene gelang es dem deutschen Rekordmeister aus Wetzlar sich erstmals etwas abzusetzen, als Rose Hollermann und Thomas Böhme aus einem 24:26 (17.) binnen drei Spielminuten ein 35:28 (20.) machten und damit auch die Trefferquote zur Halbzeit zumindest leicht über 40 Prozent hoben.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Lahn-Diller dann ihre bis dato beste Saisonleistung, agierten aggressiv in der Verteidigung und ließen in der Offensiv den Ball schnell und sicher laufen. So kam vor allem US-Girl Hollermann immer wieder tief auf der rechten Seite zu freien Wurfoptionen, die sie am Ende mit 68 Prozent Trefferquote hochprozentig ausschöpfte und damit zur Matchwinnerin avancierte.

So steuerte der RSV Lahn-Dill bereits im dritten Viertel beim 47:33 (24.) durch Max Lammering einem souveränen Erfolg entgegen, auch wenn die 99ers immer wieder ihr Können aufblitzen ließen.

So auch zum Start in das vierte und letzte Spielviertel, als der Japaner Ryuga Akaishi mit sieben Punkten in Serie noch einmal auf 56:61 aus Kölner Sicht verkürzen konnte. Doch der RSV-Express rollte nun und spielte in der Offensive mit schnellen Ballstafetten teils Katz und Maus mit der rheinischen Defensive. Egal ob Krzysztof Kozaryna nach klassischem Pick-n-Roll Spiel zum 71:58 (35.) vollstreckte oder besagter Finlay Erskine aus fast unmöglicher Position das 79:62 (37.) in die Kölner Reuse legte.

Gleich fünf RSV-Spieler durften sich über eine zweistellige Punktausbeute freuen, während beim Gastgeber das stark spielende Trio Ryuga Akaishi, Bulut Kodal und Thomas Reier offensiv eher auf sich gestellt blieb.

Am kommenden Sonntag (08.11.) kommt es dann in der Wetzlarer Buderus Arena zum Topspiel RSV Lahn-Dill gegen die Thuringia Bulls. Die Kölner haben dagegen spielfrei und holen die Partie bei den Rhine River Rhinos erst am 05.03.27 nach.

Köln
Bulut Kodal (21), Ryuga Akaishi (19/1 Dreier), Thomas Reier (16/2), Alexander Keiser (6), Lisa Bergenthal (3), Indjai Lassana (2), Umut Akbay, Paul Jachmich, Rin Kawahara, Peyman Mizan.

Lahn-Dill
Rose Hollermann (26), Thomas Böhme (11), Julian Lammering (11), Matthias Güntner (10), Krzysztof Kozaryna (10), Finlay Erskine (9), Max Lammering (8), Abby Dunn, Quinten Zantinge, Hayden Siebuhr.

Zwickau gewinnt punktarme Partie gegen München Iguanas.

RB Zwickau hatte zum zweiten Heimspiel der noch jungen Saison die München Iguanas zu Gast. Das neuformierte Team um RB-Trainer Lucas Warburton konnte sich nach zähem Beginn am Ende klar mit 58:38 (7:6, 20:19, 33:27) durchsetzen.

In einer engen und intensiv geführten Partie kam im ersten Viertel keine der beiden Mannschaften so richtig aus den Startlöchern heraus und so blickten Zuschauende und Akteure auch verwundert auf das Scoreboard, das zum Ende des ersten Spielabschnitts ein 7:6 als Zwischenergebnis anzeigte.

In der Folge blieb es eine Partie auf Augenhöhe, in der sich keine der beiden Manschten absetzen konnte und das mit 20:19 weiter arm an Punkten blieb.

Erst nach der Pause gelang es den Hausherren, sich langsam abzusetzen. Alice McAffie eröffnete mit ihren Punkten zum 22:19 (21. Min.) das dritte Viertel und setzte auch am Ende des Spielabschnitts den Schlusspunkt zum 33:27.
Maximilian Chagger war es dann, der im Schlussviertel mit neun seiner insgesamt 18 Punkte mit dazu beitrug, dass die Hausherren das Spiel endgültig auf ihre Seite ziehen und einen schwer erkämpften Heimerfolg feiern konnten.

»Wir hatten bis auf die Schlussphase eigentlich eine gute defensive Kontrolle und haben Zwickau wenig zugelassen. Dass hat uns lange Strecken im Spiel gehalten. Aber wenn du am Ende selbst nur 38 Punkte machst, bei einer Quote von 29 Prozent, kannst du halt kein Spiel gewinnen«, zog RBB-Trainer Gabriel Robl nach der Partie eine gemischte Bilanz. »Die Grundstruktur war gut, darauf kann man aufbauen«, ergänzt er.

RB Zwickau muss a, Samstag (07.11.) gegen die Doneck Dolphins Trier antreten. München reist zum Auswärtsspiel gegen Spinto Münsterland am Samstag (07.11.) nach Warendorf.

RB Zwickau
Maximilian Chagger (18 Punkte), Aaron Hirst (9), Taiga Kitakaze (8), Alice Mcaffie (7), Garett Ostepchuk (4), Fabian Gail (4), Connor Coughlan (2), Taishar Ovens, Helen Freeman (n.e.).

RBB München Iguanas
Bastian Kolb (10 Punkte), Katharina Lang (8), Josef Wernberger (6), Gabriel Robl (6), Mareike Miller (4), Lorenz Hitzelsperger (2), Lukas Haider, Jonas Wengert, Leon Fellegger (n.e.), Tim Kremer (n.e.).

Bulls festigen mit Heimsieg die Tabellenführung

Die RSB Thuringia Bulls setzten sich im Spitzenspiel gegen Hannover United mit 90:46 (13:10, 31:19, 22:11, 24:6) durch. Nach einem umkämpften Beginn übernahm der Deutsche Meister zunehmend das Kommando und verteidigte souverän die Tabellenführung.

Die Begegnung begann mit hoher Intensität. Die Bulls setzten die Gäste früh unter Druck, doch Hannover hielt mit viel Übersicht und cleverem Passspiel dagegen. Vor allem Auswahlspieler Jakob Krömer stellte die Thüringer Defensive immer wieder vor Herausforderungen und sollte bester Akteur seiner Farben werden (4:4, 4. Minute). Ein Dreier von Alex Halouski verschaffte den Gastgebern etwas Luft (9:4), ehe United verkürzte und Bulls Coach Andre Bienek, der seinen 40. Geburtstag feierte, zur ersten Auszeit griff (9:6, 6. Minute). Offensiv fehlte den Hausherren zunächst die nötige Präzision. So endete ein punktearmes, aber sehr intensives Auftaktviertel mit einer knappen 13:10-Führung.

Auch im zweiten Spielabschnitt schenkten sich beide Mannschaften wenig. Hannover setzte mit einer großen Aufstellung um Nationalspielerin Catharina Weiß auf körperliche Präsenz und zwang die Bulls immer wieder zu Würfen aus der Distanz. Gleichzeitig erhöhten die Hausherren mit ihrer Pressaufstellung um Anil Cegil den Druck auf den gegnerischen Spielaufbau. Die Niedersachsen, die bereits zum Saisonauftakt gegen die Rhine River Rhinos überzeugt hatten, blieben zunächst auf Augenhöhe. Spielmacher Amit Vigoda verkürzte sehenswert auf 20:18 (14. Minute).

Doch nun nahm der Bulls-Express Fahrt auf. Angeführt von den beiden Dauerbrennern Joakim Linden und Alex Halouski fanden die Gastgeber auch aus der Distanz ihren Rhythmus. Ein 10:0-Lauf sorgte für die erste deutlichere Führung und zwang Hannovers Trainer Martin Kluck zur Auszeit (30:18, 16. Minute). Die intensive Ganzfeldverteidigung zeigte immer mehr Wirkung. Ballgewinne, schnelles Umschaltspiel und konsequent ausgespielte Angriffe brachten die Füchse zunehmend in Bedrängnis. Zwar setzte Kapitän Sadler mit einem Dreier noch einen offensiven Akzent, doch zur Halbzeit hatten sich die Thüringer bereits auf 44:29 abgesetzt.

Nach dem Seitenwechsel knüpften die Bulls nahtlos an ihre starke Phase an. Besonders Jordi Ruiz drückte dem Spiel nun seinen Stempel auf. Der Spanier erwischte seinen bislang besten Saisonauftritt und avancierte mit 24 Punkten zum erfolgreichsten Werfer der Begegnung. Mit viel Spielfreude, klugen Entscheidungen und konsequenten Abschlüssen übernahm er zunehmend Verantwortung. Während Hannover gegen die bewegliche Thüringer Verteidigung kaum noch Lösungen fand, bauten die Gastgeber ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Mit einer komfortablen 66:40-Führung im Rücken hatten die Bulls bereits vor dem Schlussviertel für eine sehr gute Ausgangslage gesorgt.

Im letzten Spielabschnitt ließ der Gastgeber dann nichts mehr anbrennen und erstickte jede Hoffnung auf einen Endspurt bereits im Keim. Eine späte Serie der Bulls führte schließlich zum souveränen 90:46-Heimerfolg. Neben Topscorer Jordi Ruiz überzeugten bei den Bulls Joakim Linden (22 Punkte) und Alex Halouski (19) als offensive Aktivposten. Bei Hannover United avancierte Jakob Krömer erneut mit 19 Punkten zum Topscorer, gefolgt von Amit Vigoda mit 8 Punkten und die junge Nationalspielerin Leyla Stähler bekam ihre ersten Minuten bei den Füchsen in der Bundesliga.

Mit drei Siegen aus drei Spielen bleibt der Deutsche Meister ungeschlagen an der Tabellenspitze, während die Füchse zunächst auf Platz fünf zurückfallen.

Am kommenden Sonntag (08.11.) um 16 Uhr wartet mit dem Auswärtsspiel beim RSV Lahn-Dill in der Buderus Arena bereits der nächste Härtetest auf die Bulls. Hannover hat dagegen spielfrei.

Thuringia Bulls
Jordi Ruiz (24 Punkte/2 Dreier), Joakim Linden (22), Alex Halouski (19/5)), Vahid Azad (8), Hubert Hager (7), Jens Albrecht (6), Alexander Budde (4), Anil Cegil, Lukas Gloßner.

Hannover United
Jakob Krömer (19 Punkte), Amit Vigoda (8), Thomas McHugh (6), Jan Sadler (5/1 Dreier)), Oliver Jantz (4), Tomas Klein (2), Sören Seebold (2), Max Dorka, Catharina Weiß, Leyla Stähler.

Rollstuhlbasketball-Bundesliga

3. Spieltag

Spinto Münsterland– Rhine River Rhinos 82:55
RBC Köln 99ers – RSV Lahn-Dill – 67:85
RB Zwickau – RBB München Iguanas 52:38
RSB Thuringia Bulls – Hannover United 90:46

Spielfrei: Doneck Dolphins Trier

Text: Presse RBB mit Material der Vereine