Das Team Bayern mit Meisterpokal und Medaillen.

Foto: Steffie Wunderl

Team Bayern verteidigt erfolgreich den Titel bei den Damen

Team Bayern ist erneut Deutscher Meister der Damen. Der Titelverteidiger des Vorjahres besiegte bei der 33. Auflage der Titelkämpfe Finalgegner Niedersachsen in einem spannenden Endspiel mit 54:36. Vor einer stimmungsvollen Kulisse in der Sporthalle Nord III in Dortmund lieferten sich die beiden Mannschaften lange ein Duell auf Augenhöhe, ehe sich das mit zahlreichen Nationalspielerinnen gespickte Team von Trainer Sebastian Gillsch am Ende verdientermaßen durchsetzen konnte.

Beide Teams starteten verhalten in die Partie und brauchten fast zwei Minuten, um Zählbares auf die Anzeigentafel zu bringen. Niedersachsen machte dabei mit dem ersten Korb durch Anne Patzwald den Anfang (2. Min.), legte mit Lena Knippelmeyer nach (8:8, 8.), während auf bayerischer Seite das Trio mit Katharina Lang, Dagmar van Hinte und Nationalspielen Annika Sonnleitner für Punkte sorgte. Bis zum Pausenstand von 21:17 blieb es eine intensive und von Defensivaktionen geprägte Partie und es stellte sich die Frage, ob der schmale Kader der Bayern genügend Kraftreserven haben würde, um die Niedersachsen auf Distanz zu halten.

Die Frage beantwortete Katharina Lang mit einem schnellen Treffer zum 23:17 nach nur acht Sekunden im dritten Viertel. Die Bayern fanden allmählich ihre Wurfsicherheit wieder, punkteten früh, während das Team von Landestrainer Martin Kluck sich jeden Korberfolg hart erarbeiteten musste. Kurz vor dem Ende des Viertels gelang es der bayerischen Auswahl dann erstmals auf zehn Punkte davonzuziehen (40:30, 30.), auch dank eines Drei-Punkte-Wurfs von Annika Sonnleitner.

Das Team von Landestrainer Sebastian Gillsch spielte im letzten Spielabschnitt mit Routine und Cleverness das Match zu Ende, ließ nur noch sechs gegnerische Punkte zu und sicherte sich am Ende verdient den Titel.

Bayern mit zweitem Titelgewinn in Folge

»Ich bin stolz auf die gesamte Mannschaft. Mit nur sechs Spielerinnen haben wir von Beginn an ein sehr gutes und ausgewogenes Turnier als Kollektiv gespielt. Das macht den Erfolg und die Verteidigung des Titels noch einmal zu etwas Besonderem für uns«, sagte Team Bayern-Trainer Sebastian Gillsch nach dem zweiten Titelgewinn in Folge.

Team Niedersachsen, erstmal seit langer Zeit wieder für ein DM-Finale qualifiziert, konnte erhobenen Hauptes die Heimreise antreten, hatte das Team doch bis zum Schluss alles gegeben. »Als Trainer von Niedersachsen bin ich super zufrieden mit unserer Turnierleistung. Wir haben klar gezeigt, dass wir das zweitbeste Team hier im Turnier waren und haben auch die anderen Mannschaften klar dominiert in den andren Spielen«, gab Landestrainer Martin Kluck zu Protokoll.

»Dass wir am Ende das Endspiel nicht enger gestalten konnten, geht vollkommen in Ordnung. Bayern war schon eine Ecke besser und hat mit seiner Erfahrung, der fahrerischen Klasse und der und individuellen Klasse verdient gewonnen.«

Mit Blick in die Zukunft zeigte sich Kluck optimistisch. Niedersachsen war mit einem jungen Team angereist, mit zwei drei neuen Spielerinnen, die sich gut integriert haben. Genau dafür sei eine Deutsche Meisterschaft der Damen da, um auch dem Nachwuchs Raum für die persönliche Entwicklung zu geben. In den reinen Damenmannschaften haben die Spielerinnen eine andere Rolle als in den gemischten Vereinsteams, bekämen so mehr Spielzeit, müssten mehr Verantwortung übernehmen, was sich beides positiv auf die individuelle sportliche Entwicklung auswirken würde.

Finalisten mit souveränen Auftritten in der Gruppenphase

Die beiden Finalisten hatten sich klar in ihren Gruppen durchgesetzt und auch in den Halbfinalspielen wenig Mühe. Mit Erfolgen über Hessen (65:14), NRW (49:23) und Hamburg hatte sich Team Bayern in der Gruppe A für das Halbfinale qualifiziert. In der Gruppe B zog Niedersachsen mit Siegen über RLP/BaWü (59:34) und Team Ost (63:39) nach und gewann auch das Halbfinale gegen NRW am Ende deutlich mit 39:12, während die Bayern im zweiten Halbfinale gegen RLP/BaWü mit 36:19 ähnlich souverän agierten.

Im Spiel um Platz drei gewann das Team RLP/BaWü durch einen 40:26-Erfolg gegen die Gastgeberinnen aus NRW die Bronzemedaille. In der Platzierungsrunde sicherte sich das Team Ost mit zwei Siegen Platz fünf, gefolgt von den Teams Hamburg und Hessen.

Das Allstarteam der DMD 2026. | Foto: Steffie Wunderl

Foto: Steffie Wunderl

Katharina Lang wird MVP

Ins All Star Team der Meisterschaft wurden Catharina Weiß vom Team Hessen (Punkteklasse 1.0 – 1.5), Franca Frey (RLP/BaWü 2.0), Lisa Bergenthal (NRW, 3.0 – 3.5) und Lena Knippelmeyer (Niedersachsen 4.5) sowie Anne Patzwald (Niedersachsen, 1.0) berufen. Als MVP wurde Katharina Lang (Bayern) ausgezeichnet.

Bei der abschließenden Siegerehrung gab es unisono großes Lob für die gezeigten Leistungen der Mannschaften. Ahmet Erinola, 1. Vorsitzender der RBG Dortmund und Dortmunds Bürgermeister Norbert Schillf sowie Steffi Rabert als Vertreterin des Fachbereichs Rollstuhlbasketball, bedankten sich in ihren Reden aber nicht nur bei den teilnehmenden Teams, sondern auch bei den Schiedsrichter*innen dem, Spielleiter, bei den zahlreichen Zuschauenden und vor allem auch beim ausrichtenden Verein RBG Dortmund 51 und seinem ehrenamtlichen Helferteam.

Großes Lob für Teams und Ausrichter

»Das war wirklich großartig, was ihr hier in Dortmund geleistet habt«, sagte Rabert in Richtung der RBG-Vereinsvertreter unter dem Beifall der Teams. »Sportlich haben die Spielerinnen alles gegeben und die Organisation war wieder top.« So wurde schnell entschieden, dass die deutsche Meisterschaft auch im nächsten Jahr wieder in Dortmund stattfinden soll.

Unterstützt wurden die Titelkämpfe durch die Sponsoren des Fachbereichs, durch die DEW21, die Sparkasse Dortmund und GfTD United.

Die Ergebnisse der deutschen Meisterschaften in den Para Sportarten werden in diesem Jahr von der Heinz-Kettler-Stiftung (HKS) präsentiert, um die Aufmerksamkeit für die deutschen Meisterschaften zu erhöhen und die außergewöhnlichen Leistungen der Athlet*innen sichtbarer zu machen. Für den Livestream sorgte Johannes mit seinem Team. Das Finale wurde

DMD 2026 – Ergebnisse

Gruppe A
Hamburg – NRW 13:34
Bayern –Hessen 65:14
Hamburg – NRW 20:37
NRW – Bayern 23:49
Hamburg – Hessen 37:21
Bayern – Hamburg 59:10

Gruppe B
Team Ost – RLP/BaWü 30:40
RLP/BaWü – Niedersachsen 34:59
Niedersachsen – Team Ost 63:39

Halbfinale
Bayern – RLP/BaWü 36:19
Niedersachsen – NRW 39:12

Platzierungsspiele 5-7
Hamburg – Team Ost 29:32
Hamburg – Hessen 25:20
Hessen – Team Ost 24:44

Spiel um Platz 3
RLP/BaWü – NRW 40:26

Finale
Bayern – Niedersachsen 54:36

DMD 2026 – Impressionen

 

Fotos: Steffie Wunderl

Fotos: Gregor Pleßmann