Die deutschen Herren beim Camp in Köln.

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›Mixteam‹ zeigt positive Entwicklung bei Testspielserie gegen die Niederlande

Zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Ottawa traf die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren in Köln in drei Testspielen auf die Niederlande und schlug dabei einen unkonventionellen Weg ein.

Aufgrund der laufenden Playoff-Phase um die deutsche Meisterschaft standen Herren-Bundestrainer Jan Haller eine Reihe von Nationalspielern nicht zur Verfügung. So war der Kader, den er vom 21. bis 24. Mai in Köln zusammengerufen hatte, eine bunte Mischung aus erfahreneren A-Kader-Athleten, U23-Weltmeistern und jungen U19-Talenten. »Wir hatten uns bewusst für dieses Konzept entschieden, um unsere jeweiligen Altersklassen U19, U23 und die A-Nationalmannschaft noch näher zusammen zu bringen«, begründete Haller die Nominierungen. Und die Ergebnisse der Testspiele gaben den verantwortlichen Recht.

Nach einer Trainingseinheit am Donnerstagabend gingen zwar die ersten beiden Partien verloren. Aber nach der klaren 54:70-Niederlage am Freitag zeigte das junge ›Mixteam‹ bereits am Samstag eine deutliche Steigerung und verlor erst in der Overtime mit 75:87. Am Sonntag belohnten sich die 14 eingesetzten Spieler dann mit einem knappen 61:59-Sieg und konnten nach vier intensiven Tagen in der Domstadt mit einem Erfolgserlebnis die Heimreise antreten.

Spieler stellten sich schnell aufeinander ein

Die Verantwortlichen Trainer der Auswahlteams zeigten sich am Ende mit dem Verlauf des langen Wochenendes sehr zufrieden. »Dafür, dass wir zum allerersten Mal in dieser Form gespielt haben – mit einem wilden Mix aus U19-, U23- und anderen Spielern, haben es die Jungs relativ schnell geschafft, eine gemeinsame Idee, ein gemeinsames Spiel auf dem Feld zu entwickeln, offensiv wie defensiv«, analysiert Haller die Testspiele. »Das konnte man direkt sehen und daher habe ich mich auch sehr gefreut, dass sich das Team am Sonntag noch mit einem Sieg belohnt hat.«

Für Haller und seine Trainerkollegen standen dabei auch weniger die reinen Ergebnisse im Vordergrund, sondern mehr die Erkenntnis, dass eine gemeinsame Weiterentwicklung der Spieler und des Programms über die Altersgrenzen hinweg deutlich sichtbar geworden ist.

Auch Peter Richarz, bis Jahresende als Cheftrainer für die U23-Nationalmannschaft verantwortlich, sah bei den drei sehr intensiven Testspielen eine kontinuierliche Steigerung des Mixteams. »Die Jungs konnten sich in kurzer Zeit sehr gut aufeinander einstellen und vor allem in der Defense von Spiel zu Spiel enormen Druck ausüben. Insgesamt hat diese erfolgreiche Maßnahme einen hohen Wiederholungswert!«

Intensive Vorbereitung geht weiter

Bevor die deutschen Herren am 5. September die Reise zur Weltmeisterschaft nach Ottawa (09.09. – 19.09.) antreten werden, stehen noch fünf intensive Vorbereitungslehrgänge und die Teilnahme am Nations Cup Cologne (19.08. – 23.08.) auf dem Programm, sowie ein Vorbereitungscamp in Toronto (31.08. – 04.09.).

Kader Camp/Länderspiel in Köln

1.0 – Sören Seebold (Hannover United)
1.0 – Janne Krähe (BBC Münsterland)
1.5 – Max Dorka (Hannover United)
2.0 – Alex Keiser (RBC Köln 99ers)
2.5 – Dominik Langer (RSV Bayreuth)
2.5 – Dimitrije Vrbanic (Allianz Rollers Ulm)
2.5 – Sean-Joel Schröder (RBC Köln 99ers)
3.0 – Maxi Lammering (BBC Münsterland)
3.0 – Jan Sadler (Hannover United)
3.5 – Patrick Dorner (Doneck Dilphins Trier)
3.5 – Sean Plaar (BG Baskets Hamburg)
4.5 – Thomas Reier (RBCKöln 99ers)
4.5 – Jakob Krömer (Hannover United)
4.5 – Mojtaba Kamali (Rhine River Rhinos Wiesbaden)

Jan Haller, Bundestrainer Herren
Peter Richarz, U23-Cheftrainer
Sebastian Wolk, U19-Cheftrainer
Alireza Ahmadi, Assistant Coach