Mareike Miller setzt sich im Testspiel gegen Großbritannien gleich gegen drei Gegenspielerinnen durch.

Foto: Matthias Born

Damen-Cheftrainer Jaglowski: »Wir sind auf dem richtigen Weg«

Nach einer Testspielreihe gegen Großbritannien setzt die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen auf ihrer ›Road to Sarajevo‹ die EM-Vorbereitung mit einem weiteren Lehrgang in Lobbach fort – nach Absage der Französinnen aber ohne die geplanten Länderspiele.

Nach intensiven Trainingseinheiten und Testspielen gegen Vize-Europameister Großbritannien zieht Cheftrainer Josef Jaglowski nach dem ersten Lehrgang in Lobbach eine positive Zwischenbilanz. »Wir sind auf richtigen Weg«, sagte der 69-jährige Diplom-Basketballtrainer nach einem Sieg und zwei Niederlagen gegen die Britinnen. Im ersten Spielen sei sein Team noch nervös gewesen, habe etwas mit der mangelnden Spielpraxis gehadert und sich erst auf das neue Spielsystem einstellen müssen.

Nach der 46:55-Niederlage zeigte Team Germany am nächsten Tag dann einen anderen Basketball und hatte die Chance auf einen Sieg, ließ am Ende aber zu viele leichte Punkte liegen und verlor 49:54. »Die Hauptaufgabe für unsere Mädchen bestand darin, an sich zu glauben und zu zeigen, was wir in dieser Phase leisten können«, beschreibt Jaglowski die Lage. Entsprechend präsentierte sich im letzten Spiel ein Team auf dem Feld, das von seiner Stärke und seinen präzisen Würfen überzeugt war und von Anfang bis Ende das Spiel dominierte. Der verdiente Lohn war ein 51:41-Erfolg gegen die Top-Mannschaft aus Großbritannien.

»Wir alle müssen verstehen, dass wir im Grunde einen Neuanfang vor uns haben. Aber wir machen schnell Fortschritte und sind von unseren Fähigkeiten überzeugt«, gibt der Cheftrainer zu Protokoll. Im Team herrsche eine tolle Atmosphäre, gegenseitiges Verständnis und gegenseitige Unterstützung. »Es ist angenehm, mit einem solchen Team zu arbeiten, und ich bin sicher, dass wir unser Bestes geben werden«, ergänzt Jaglowski.

Besonders hervorheben möchte er die hervorragende Arbeit aller Abteilungen, ob Physiotherapeut, Techniker, Manager oder Assistent Coach. »Sie alle arbeiten unabhängig von Uhrzeit und Tag«, freut er sich über die hohe Einsatzbereitschaft auch beim Team hinter der Mannschaft.

Nach der Absage der französischen Mannschaft können die deutschen Damen beim zweiten Lehrgang in Lobbach (03.09. – 07.09.) nun weiter intensiv an technischen und taktischen Details arbeiten. Der finale Feinschliff erfolgt dann vom 17. bis 21. September im Olympischen und Paralympischen Trainingszentrum Kienbaum, mit Länderspielen gegen den Paralympicssieger und EM-Titelverteidiger Niederlande (19./20./21.09.).

Der Kader für den Lehrgang in Lobbach
Catharina Weiß (1.0, ADM Econy Gran Canaria)
Anne Patzwald (1.0, ASD Briantea84)
Marie Kier (1.0, RSB Thüriniga Bulls)
Verena Meyer (1.0, SG BeNi Regensburg)
Franca Frey (2.5, SGK Rolling Chocolate Heidelberg)
Annika Sonnleitner (2.5, Iguanas München)
Svenja Mayer (2.5, RSV Bayreuth)
Lisa Bergenthal (3.5, Köln 99ers)
Lilly Sellak (3.5, RSV Bayreuth)
Svenja Ernie (3.5, Doneck Dolphins Trier)
Lena Knippelmeyer (4.5, RSC Osnabrück)
Roli-Ann Neubauer (4.5, Alba Berlin)
Katharina Lang (4.5 München Iguanas)
Mareike Miller (4.5, RSV Bayreuth)

Staff:
Josef Jaglowski (Cheftrainer)
Gesche Schünemann (Co-Trainerin)
Vanessa Erskine (Managerin)
Tobias Maroske (Athletik Trainer)
Alina Kempe (Physiotherapeutin)
Jesper Morsch (Physiotherapeut)
Alex Hlawan (Sportpsychologin)
Christian Günther (Techniker)