Sein Einsatz am Samstagabend ist fraglich: RSV-Akteur Matthias Güntner (m.) im Hinspiel gegen die Rhine River Rhinos.
Foto: Armin Diekmann
RBBL – 13. Spieltag
Lahn-Dill erwartet die Rhinos zum Topduell des Spieltages
Während in den meisten Partien des 13. Spieltags der Rollstuhlbasketball-Bundesliga zumindest auf dem Papier die Rollen klar verteilt sind, empfängt Rekordmeister RSV Lahn-Dill den Tabellenvierten Rhine River Rhinos zum Topspiel in der Buderus Arena.
Doppelspieltag mit Rahmenprogramm
Basketball satt verspricht der Doppelspieltag am Samstag (21.02.) in Wetzlar. Von der Hallenöffnung um 16:00 Uhr bis zur finalen Schlusssirene gegen 21:45 Uhr wird es sechs Stunden Basketball mit zwei sehenswerten Spielen geben.
Um 17:30 Uhr kommt es zunächst zum Duell im Fußgängerbasketball der 2. Bundesliga ProA zwischen den GIESSEN 46ers und den Nürnberg Falcons, die selbst auch mit einem Rollstuhlbasketball-Team in der 2. Bundesliga vertreten sind.
Um 20:00 Uhr folgt dann das RBBL-Hessenderby zwischen dem RSV Lahn-Dill und den Rhine River Rhinos aus der Landeshauptstadt Wiesbaden. In Michael Payes Ex-Team warten mit Nico Dreimüller und Christopher Huber auch zwei Spieler mit einer RSV-Vergangenheit. Zudem wird ein Rahmenprogramm mit rund 20 Mitmach-Aktionen für Unterhaltung sorgen.
Am vergangenen Wochenende konnte der Rekordmeister den Ausfall der beiden an der Hand verletzten Thomas Böhme und Matthias Güntner nur teilweise kompensieren. Nach einer Niederlage gegen Köln gelang dem RSV ohne seine beiden Leistungsträger ein knapper Erfolg beim BBC Münsterland. Ob ein Einsatz der beiden im Duell mit den noch stärker einzuschätzenden Rhinos möglich ist, wird sich erst kurz vor dem Hessenderby entscheiden.
Rhinos Head Coach Chris Huber: »Lahn-Dill hat eine Weltklasse Mannschaft. Wir wollen aber mit unserer Team-Defence erneut zeigen, dass wir ganz oben mitspielen können. Es werden zwei Mannschaften mit ähnlichen Prinzipien aufeinandertreffen, was viel Spannung verspricht. Wir freuen uns auf den Fight.«
NRW-Derby in Köln
Am Samstag (21.02., 17.00 Uhr) treffen die beiden NRW-Teams RBC Köln 99ers und der BBC Münsterland aufeinander. Trotz der Langzeitausfälle von Sören Müller und Mariska Beijer zeigt sich der BBC mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. Der Tabellenfünfte gewann das Hinspiel in eigener Halle mit 77:63 und hat mit dem Quartett Gijs Even, Maximillian Lammering, Boris van Hunnik und Sven Diedrich hochprozentige Schützen in seinen Reihen, die auch im Rückspiel für viel Gefahr unter dem gegnerischen Korb sorgen wollen.
Köln kann die Partie mit leichtem Rückenwind aus dem letzten Wochenende angehen. Der Sieg am Karnevalssamstag gegen den RSV Lahn-Dill hat der Mannschaft sichtlich gutgetan. Gegen den BBC Münsterland will das Team von Head Coach Haj Bhania wieder den Heimvorteil nutzen, um die Punkte einzufahren. Eine spannende Partie ist in jedem Fall garantiert.
Bayreuth setzt auf Mut und Leidenschaft gegen hohen Favoriten
Klar verteilt sind die Rollen in der Partie der Thuringia Bulls gegen den RSV Bayreuth, die am Samstag um 15.00 Uhr in der Oberfrankenhalle angepfiffen wird. Der Heimspieltag wird erneut gemeinsam mit dem BBC Bayreuth ausgetragen. Um 19:00 Uhr trifft das ProA-Team auf die RheinStars Köln.
Nach einem größeren Umbruch erlebt das Team aus der Wagnerstadt bislang eine unruhige Spielzeit, rangiert mit nur einem Sieg aus zwölf Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz und steckt mitten im Abstiegskampf.
Zuletzt sorgten die einvernehmlichen Abschiede von Topscorerin Mary Silberman sowie von Trainerlegende Malik Abes aus gesundheitlichen Gründen für zusätzliche Herausforderungen. Gegen den thüringischen Tabellenführer haben die Gastgeber nichts zu verlieren und können entsprechend befreit aufspielen. Teammanager Sebastian Gillsch fordert vor allem Energie, Mut und Zusammenhalt: »Wir wollen zuhause unser Gesicht zeigen – mit Leidenschaft und Teamgeist.« Die offensive Verantwortung jetzt vor allem bei Gillsch, Vahid Atefimonfared und Dario Schulz.
Die Bulls hingegen wollen ihrer Favoritenrolle gerecht werden und die Tabellenführung weiter festigen. Verzichten muss die Mannschaft auf Marie Kier, die sich mit der Nationalmannschaft in Japan auf das Repechage-Turnier im Juni vorbereitet und im Osaka Cup gegen Japan, Thailand und Australien spielt.
Mit viel Rückenwind zum Aufsteiger nach Sachsen
Nach dem deutlichen Hinspielerfolg reist Hannover United auch am Samstag (21.02.) als klarer Favorit zum RB Zwickau. Der Playoff-Kandidat aus Niedersachen möchte seine kleine Erfolgsserie von zwei gewonnenen Spielen auch beim Aufsteiger fortsetzen, um den aktuellen Tabellenplatz zu festigen. Trotz der jüngsten Erfolge war United-Head Coach Martin Kluck nicht ganz zufrieden mit der Leistung seines Teams. »Wir haben sportlich weiterhin Luft nach oben«, konstatierte er nach den letzten Spielen am vergangenen Wochenende.
Für die Zwickauer wird es darum gehen, sich auf die Gegner zu konzentrieren, die schlagbar sind, auch wenn das Team von Marco Förster auch gegen die Füchse alles geben wird. Hier ist vor allem das Trio mit Lachlin Dalton, Garret Ostepchuk und Eigengewächs Maximilian Chagger gefragt, welches aktuell die interne Scorerliste anführt. Tippoff in der Sporthalle Mosel ist um 18.00 Uhr.
München gegen Dolphins Trier nur in der Außenseiterolle
Für die Dolphins aus Trier steht am 13. Spieltag das Heimspiel gegen die München Iguanas auf dem Programm. Das Team von Spieltrainer Dirk Paßiwan will am Samstag (21.02., 17.00 Uhr) gegen den Tabellenletzten aus der bayerischen Hauptstadt möglichst genauso konzentriert und strukturiert agieren, wie beim letzten 79:58-Erfolg gegen den RSV Bayreuth, und die nächsten zwei Punkte in Trier behalten. Mit einem Sieg blieben die Moselstädter in Tuchfühlung mit den Playoff-Plätzen.
13. Spieltag | 21.02.2026
RSV Bayreuth – RSB Thuringia Bulls
RBC Köln 99ers – BBC Münsterland
RB Zwickau – Hannover United
Doneck Dolphins Trier – München Iguanas
RSV Lahn-Dill – Rhine River Rhinos
Text: Presse RBB mit Material der Vereine