Thuringia Bulls Jordi Ruiz (r.) auf dem Weg zum Korberfolg in der Bundesligapartie gegen Hannover United.

Foto: Franzi Möller

Bulls bleiben nach Sieg gegen Hannover Spitzenreiter

Nach dem Start in die Rückrunde der Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL) haben die Thuringia Bulls am 10. Spieltag ihre weiße Weste auch gegen Hannover United verteidigen können. Der ersatzgeschwächt angereiste Meister mühte sich im ›Fuchsbau‹ zu einem Arbeitssieg.

Bulls verteidigen in Hannover die Tabellenführung

Nach dem Overtime-Krimi gegen die Rhine River Rhinos stand mit dem Auswärtsspiel am Samstag (31.01) gegen den Drittplatzierten Hannover United für den Tabellenführer der Liga die nächste anspruchsvolle Partie an – auch weil das Team von Head Coach Andre Bienek erneut auf Vahid Azad verzichten musste.

Trotzdem zeigten sich die Bullen beim 69:54-(20:13, 32:24, 55:39)-Erfolg gut aufgelegt und gingen zum Ende des ersten Viertels mit 20:13 in Führung. Vor allem Bulls-Center Aliaksandr Halouski war in der Sporthalle der Sophienschule hellwach und markierte in dieser Phase zehn der 20 Punkten der Gäste. Sein Gegenpart Thomas McHugh steuerte auf Hannoveraner Seite elf Punkte bei.

Im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Hausherren konstanter in der Offensive und aggressiver im Abwehrverhalten und konnten so den Abstand bis auf drei Punkte verkürzen (21:24, 15. Min.). Die Gäste konterten mit Arie Twigt und Joakim Linden und schraubten den Vorsprung zum Ende des zweiten Viertels wieder auf acht Punkte (32:24).

Die Bulls führten ihr intensives Spiel auch nach dem Seitenwechsel weiter fort und setzten sich durch Treffer von Hager, Twigt, Halouski und Linden weiter ab (55:39). United gelang es im letzten Spielabschnitt zwar noch einmal den Druck zu erhöhen und die ansonsten so sicheren Gäste zu Ballverlusten zu zwingen, allerdings kam das Aufbäumen zu spät und das Team von Martin Kluck musste am Ende in eine verdiente Niederlage einwilligen.

Vor dem nächsten Bundesligaspieltag (14.02.) steht für beide Teams der internationale Wettbewerb an. Während die Thuringia Bulls in der Champions Cup-Vorrunde (06.02. – 08.02.) Heimrecht genießen und die Spitzenteams Galatasaray Istanbul, Dinamo Sassari und Asinara Waves zum internationalen Kräftemessen im Bullenstall erwarten, reisen die Füchse bereits am Donnerstag nach Klosterneuburg (Österreich), um dort die Gruppenphase des Eurocup 1 zu bestreiten.

In der Bundesliga treffen die Bulls auf die Delphine aus Trier, während Hannover beim RSV Bayreuth zu Gast ist.

Hannover United
Tom McHugh (19 Punkte), Alexander Budde (11), Jan Sadler (6), Yoshinobu Takamatsu (6), Oliver Jantz (5/1), Jakob Krömer (4), Peter Berry (3), Tobias Hell.

Thuringia Bulls
Aliaksandr Halouski (22/2 Dreier), Joakim Linden (18/1), Hubert Hager (14), Arie Twigt (12), Jordi Ruiz (3), Lukas Gloßner, Marie Kier, Anil Cegil, Tomas Klein.

Starke Teamleistung bringt BBC erneut doppelten Punktgewinn

Der BBC Münsterland hat sich im Auswärtsspiel gegen die München Iguanas beim 86:72 (23:14, 46:36, 62:53) zwei wichtige Punkte erkämpft. In der Sporthalle an der Säbener Straße ließen sich die Hausherren zum Auftakt des 10. Spieltages vom 10:0-Lauf der Gäste nicht irritieren und hielten die Partie über 14:23 (10.) bis zum Pausenstand von 36:46 offen.

Nach dem Pausentee zeigten sich die Westfalen in der Abwehr deutlich stabiler und zwangen die Münchner immer wieder zu schweren Würfen und konnten sich aber selbst nicht weiter absetzen. Die Münchener blieben kämpferisch und hielten die Partie bis zum Ende des dritten Viertels offen. Im Schlussviertel gelang es dem Team von BBC-Head Coach Marcel Fedde schließlich sich den entscheidenden Vorsprung zu erarbeiten und den verdienten 86:72-Auswärtserfolg zu sichern.

Die Münchener bleiben Schlusslicht der Liga und erwarten mit den Rhine River Rhinos am 11. Spieltag (14.02.) die nächste schwere Aufgabe. Der BBC reist nach Sachsen zum Aufsteiger RB Zwickau.

RBB München Iguanas

Gabriel Robl (26/3 Dreier), Josef Wernberger (18/1), Bastian Kolb (12), Annika Sonnleitner (6), Salih Sakak (4), Lorenz Hitzelsperger (4), Urs Rechtsteiner (2), Lukas Haider, Franca Frey (n.e).

BBC Münsterland
Sven Diedrich (28), Boris van Hunnik (19), Maximilian Lammering (18 Punkte), Gijs Even (17), Peyman Mizan (4), Ilse Arts, Janne Krähe, Philipp Schorp.

Trier mit wichtigem Punktgewinn gegen Köln

Mit einem knappen Heimerfolg gegen die Köln 99ers haben die Doneck Dolphins Trier ihre Niederlagenserie beendet und zwei wichtige Punkte einstreichen können. Beim 75:72 (19:22, 43:42, 61:54)-Erfolg über die Rheinländer reichten dem Team um Spielertrainer Dirk Paßiwan zwei gute Viertel, um am Ende als Sieger das Parkett zu verlassen. Paßiwan selbst steuerte 39 Punkte (darunter drei Dreier) zum doppelten Punktgewinn bei.

Die Gäste zeigten sich von Beginn an engagiert und treffsicher und konnten bis zum Viertelende einen kleinen Vorsprung behaupten. Im zweiten Spielabschnitt gelang es den Hausherren zunehmend die Kontrolle über das Spiel an sich ziehen und mit einem Treffer von Dirk Paßiwan erstmals in Führung (29:27, 15.) zu gegen. Der Trierer Topscorer war es auch, der nach erneutem Führungswechsel mit einem Dreier seine Farben mit 43:42 wieder in Front brachte und dafür sorgte, dass auch vor dem letzten Viertel die Trierer die Nase vorn hatten (60:55). Zusammen mit Patrick Dorner brachte Paßiwan dann schließlich den knappen Vorsprung über die Ziellinie.

Trier bleibt als Tabellensechster damit in Sichtweite zu den Playoff-Plätzen und trifft am nächsten RBBL-Spieltag (14.02.) auf Tabellenführer Thuringia Bulls, während die Kölner in eigener Halle den Rekordmeister RSV Lahn-Dill zum Duell erwarten. Bereits eine zuvor steht dieses Duell im Rahmen der Champions Cup-Vorrunde auf dem Programm.

Dolphins Trier
Dirk Paßiwan (39 Punkte/3 Dreier), Nathalie Paßiwan (11), Walter Vlaanderen (10), Patrick Dorner (7), Correy Rossi (8), Svenja Erni, Sylvana van Hees, Alex Hummer (n.e.), Linus Lennerz (n.e.), Lukas Jung (n.e.).

RBC Köln 99ers
Jack Long (22), Bulut Kodal (9), Thomas Reier (8), Ryuga Akaishi (8), Alexander Keiser (7), Lisa Bergenthal (6), Umut Akbay (2), Abderrahim Taghrest (2), Deion Green (2).

Aufsteiger chancenlos gegen den Rekordmeister

Wenig Mühe hatte der Rekordmeister RSV Lahn-Dill bei seinem Heimerfolg gegen den Aufsteiger RB Zwickau. Beim 85:30 (25:9, 45:15, 64:24) ließ das Team von Head Coach Michael Paye den Gästen aus Sachsen, denen im vergangenen Sommer die Rückkehr in die erste Bundesliga gelang, nur in der Anfangsphase etwas Raum für eigene Akzente und spielte in der Folgezeit seine individuellen Stärken aus.

Mit Blick auf die europäische Königsklasse gingen Thomas Böhme und Co keine Kompromisse ein und drückten der Partie zunehmend den Stempel auf. So wuchs der RSV-Vorsprung über 18:7 (8.) bereits bis zum Ende des ersten Viertels auf 25:9 an. Nach einem zwischenzeitlichen 15:2-Lauf war beim 45:15 zur Pause die Partie entschieden.

Im dritten Viertel übernahmen Quinten Zantinge und Center Matthias Güntner in der Offensive das Zepter übernahmen und schnell wurde aus einem 45:17 (21.) ein 61:17 (27.). Head Coach Michael Paye gab seiner gesamten Bank viel Spielzeit und am Ende trugen sich alle RSV-Akteure in die Scorerliste ein.

Während für die Zwickauer am kommenden Wochenende (07.02.) mit dem Nachholspiel vom 8. Spieltag bei Schlusslicht München ein enorm wichtiges Duell im Kampf um den Klassenerhalt ansteht, wartet auf den RSV Lahn-Dill ab Freitagabend (06.02.) die europäische Königsklasse. In der August-Bebel-Sporthalle kommt es  dann um 20:00 Uhr zum Auftakt der Champions Cup-Vorrunde zu einem deutsch-deutschen Duell gegen die Köln 99ers, ehe am Samstag der spanische Ex-Meister Bidaideak Bilbao und am Sonntag das Traditionsverein Fenerbahce Istanbul auf die Hessen warten.

RSV Lahn-Dill
Thomas Böhme (20/2 Dreier), Julian Lammering (13), Matthias Güntner (12), Rose Hollermann (10), Jannik Blair (8), Michael Paye (7), Quinten Zantinge (6), Finlay Erskine (4), Colin Higgins (3), Fabian Gail (2).

RB Zwickau
Maximilian Chagger (8), Hayden Siebuhr (6), Lachlin Dalton (5/1), Garrett Ostepchuk (4), Len van Dort (4), Helen Freeman (3), Amber Heijkamp, Aaron Hirst, Jack Pierre.

Erflogreicher Rückrundenstart für Rhine River Rhinos

Zum Abschluss des zehnten Spieltages starteten die Rhine River Rhinos mit einem Heimerfolg in die Rückrunde der RBBL. Beim ungefährdeten 63:34 (17:4, 32:12, 43:22)-Erfolg über den Tabellenvorletzten RSV Bayreuth ließ Head Coach Christopher Huber ordentlich rotieren und gab der Bank viel Einsatzzeiten. Beide Teams fanden nur schwer ins Spiel und blieben im ersten Viertel fast vier Minuten ohne Korberfolg. Über 17:4 (10.) und 27:8 (15.) ging es schließlich mit 32:12 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste mehr vom Spiel, fanden öfter den Weg zum erfolgreichen Korbabschluss und konnten das dritte Viertel offen gestalten.

Nico Dreimüller und seine Mitstreiter zogen zu Beginn des Schlussdrittels das Tempo wieder an und gewannen mit 20:12 auch das letzte Viertel der Partie. Mit dem Erfolg über die Oberfranken festigten die Rhinos ihren Playoff-Platz.

Am kommenden Wochenende starten die Wiesbadener in das Abenteuer Europa und treten im französischen La-Puy-en-Velay im Eurocup 2 an, ehe in der Bundesliga eine Woche später (14.02.) der Gegner München Iguanas heißt. Der RSV Bayreuth hat dann Hannover United zu Gast.

Rhine River Rhinos
Mojtaba Kamali (16 Punkte), Nico Dreimüller (16/1 Dreier), Kei Akita (10), Tim Diedrich (8), Teemu Partanen (5), Steven Elliott (5), James Palmer (2), Hannah Dodd, Geshnigani Hosseini (n.e.), Nicola Damiano (n.e.).

RSV Bayreuth
Dario Schultz (24), Mary Silberman (19), Sebastian Gilsch (11), Vahid Atefimonfared (8), Dagmar van Hinte (7), Dominik Langer, Meggie Gay (2), Mees Hessels, Christian Sesante (n.e.).

Text: Presse RBB mit Material der Vereine