Mojtaba Kamali von den Rhine River Rhinos setzt sich hier im Bundesligaspiel gegen den BBC Münsterland durch.
Foto: Ana Sasse
RBBL – 15. Spieltag
Wiesbaden erobert Platz zwei – Bayreuth rutscht in den Keller
Die München Iguanas schicken mit einem Erfolg über den RSV Bayreuth die Oberfranken in den Tabellenkeller, während sich Wiesbaden mit einem doppelten Punktgewinn gegen die Köln 99ers und den BBC Münsterland Platz zwei erobert und seine Erfolgsserie weiter fortsetzt.
In der Crunchtime der Rollstuhlbasketball-Bundesliga, die mit dem 15. Spieltag langsam, aber sicher auf das Ende der Hauptrunde zusteuert, haben die Rhine Rhiver Rhinos mit zwei Erfolgen gegen Köln und den BBC Münsterland ihre Siegesserie auf sechs Spiele in Folge ausgebaut.
Rhinos mit Auswärtserfolg gegen Köln 99ers
Das Team von Head Coach Chris Huber besiegte zunächste am Samstag (21.03.) nach einer anfangs ausgeglichenen Partie die Rheinländer am Ende souverän mit 72:58 (14:14, 30:34, 55:49).
Die Gastgeber erwischten den etwas besseren Start und konnten sich früh eine kleine Führung erspielen (6.0, 3. Min.). Die Rhinos brauchten einige Minuten, um ihren Rhythmus zu finden, hielten aber über Einsatz und Rebounds den Anschluss und konnten bis zur ersten Viertelpause ausgleichen (14:14).
Im zweiten Viertel entwickelte sich ein enges Spiel auf Augenhöhe, mit ständig wechselnder Führung, ohne dass sich eines der beiden Teams entscheidend absetzen konnte. Besonders offensiv übernahmen Mojtaba Kamali und Kei Akita Verantwortung und hielten die Rhinos bis zur Halbzeitpause mit 30:34 im Spiel.
Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Wiesbadener jedoch spürbar. Vor allem Nico Dreimüller setzte mit wichtigen Treffern, darunter mehrere Dreipunktewürfe, Akzente und brachte sein Team am Ende des dritten Spielabschnittes mit 55:49 erstmals etwas deutlicher in Front.
Im Schlussviertel behielten die Rhinos dann klar die Kontrolle. Durch konsequente Verteidigung, starke Reboundarbeit, unter anderem von James Palmer, und geduldige Offensivaktionen wurde der Vorsprung Schritt für Schritt ausgebaut. Spätestens in den letzten Minuten war die Partie entschieden, ehe der 58:72-Auswärtssieg feststand.
RBC Köln 99ers
Thomas Reier (22), Jack Long (10/1 Dreier), Alexander Keiser (9), Ryuga Akaishi (8), Abderrahim Taghrest (4), Bulut Kodal (3), Umut Akbay (2), Deion Green, Lisa Bergenthal (n.e.), Sean-Joel Schröder (n.e.).
Rhine River Rhinos
Mojtaba Kamali (22), Nico Dreimüller (19/4 Dreier), Kei Akita (18), Tim Diedrich (5), James Palmer (4), Takuya Furusawa (2), Steven Elliott (2), Hannah Dodd, Teemu Partanen, Nicola Damiano (n.e.), Geshnigani Seyedmehran Hosseini (n.e.), Simon Dornieden (n.e.).
Die Kölner reisen am nächsten Spieltag (28.03.) in den Süden zu den München Iguanas, während die Rhine River Rhinos bei Hannover United zu Gast sind.
Rhinos zeigen Stärke in der Crunchtime gegen den BBC Münsterland
Auch die zweite Partie, keine 24 Stunden später gegen einen direkten Konkurrenten um die Playoff-Plätze, konnten die Rhine River Rhinos erfolgreich gestalten und sich nach intensiver Partie gegen den BBC Münsterland mit 62:54 (17:10, 32:32, 47:46) durchsetzen.
Die Begegnung in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit begann zunächst ausgeglichen, ehe sich die Rhinos im Laufe des ersten Viertels leicht absetzen konnten. Münsterland hielt jedoch konsequent dagegen und verkürzte den Rückstand im zweiten Abschnitt immer wieder. So entwickelte sich über weite Strecken ein Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Teams mit viel Einsatz agierten.
Auch nach der Halbzeit blieb die Partie umkämpft. Die Führung wechselte mehrfach, doch die Rhinos fanden immer wieder Antworten, unter anderem durch wichtige Treffer von Kei Akita, Takuya Furusawa und James Palmer, die in entscheidenden Momenten Verantwortung übernahmen.
Im vierten Viertel bewiesen die Rhinos dann ihre Stärke in der Crunchtime. In einer Phase, die von hoher Intensität, vielen Rebounds und wenigen klaren Abschlüssen geprägt war, behielt das Team die Nerven. Defensiv wurde konsequent gearbeitet – unter anderem sicherten Mojtaba Kamali und Sven Diedrich wichtige Rebounds – während offensiv die entscheidenden Punkte erzielt wurden. Auch als Münsterland durch einen späten Dreier noch einmal verkürzen konnte, ließen sich die Rhinos den Sieg nicht mehr nehmen.
Rhinos Coach Chris Huber: »Mit den zwei Siegen sind wir zwar mit dem Ergebnis zufrieden, nicht aber wie wir in gewissen Phasen in beiden Spielen agierten. Hier heißt es nun anzusetzen und zusammen hart zu trainieren.«
Rhine River Rhinos
Kei Akita (19/1 Dreier), Takuya Furusawa (14), James Palmer (9), Nico Dreimüller (9/1), Mojtaba Kamali (7), Steven Elliott (2), Teemu Partanen (2), Hannah Dodd, Tim Diedrich, Geshnigani Seyedmehran Hosseini (n.e.), Simon Dornieden (n.e.).
BBC Münsterland
Sven Diedrich (18), Gijs Even (12), Boris van Hunnik (8), Sören Müller (8), Maximilian Lammering (6), Peyman Mizan (2), Ilse Arts, Philipp Schorp.
BBC belohnt sich nicht für starke Aufholjagd gegen Hannover
Für den BBC Münsterland war die Nachholpartie des 14. Spieltages ebenfalls das zweite Spiel des Wochenendes. Tags zuvor unterlagen die Westfalen in eigener Halle dem Tabellenvierten Hannover United mit 66:75 (12:17, 25:34, 41:55). In einem sehr körperlich geführten Spiel konnte sich das Team von Marcel Fedde für seine starke Aufholjagd im letzten Viertel am Ende nicht belohnen.
In den ersten drei Spielabschnitte bestimmten die Füchse die Partie und punkteten kontinuierlich. Der BBC ließ seine Durchschlagskraft vermissen, auch weil die Gäste mit ihrer guten Defensivarbeit die Offensivkräfte der Hausherren erst gar nicht zur Entfaltung kommen ließen. Beim Stand von 34:25 wurden die Seiten gewechselt. Auch nach der Pause bekam das Team um BBC-Kapitän Gijs Even keinen Zugriff auf die Partie.
Mit 55:41 vor Beginn des Schlussdrittels schien die Partie aus Sicht der Hannoveraner in die richtige Richtung zu laufen, doch die Hausherren zeigten nochmal ein anderes Gesicht. Bis auf drei Punkte kämpfte sich das Team zwischenzeitlich heran und machte das Spiel wieder spannend. Hannover blieb aber abgeklärt und brachte die Partie mit clever herausgespielten Angriffen nach Hause.
BBC Münsterland
Sven Diedrich (18), Gijs Even (12), Boris van Hunnik (8), Sören Müller (8), Maximilian Lammering (6), Peyman Mizan (2), Ilse Arts, Philipp Schorp.
Hannover United
Alexander Budde (19), Thomas McHugh (10), Yoshinobu Takamatsu (6), Jakob Krömer (5), Jan Sadler (4), Peter Berry (2), Tobias Hell (2), Oliver Jantz, Sören Seebold.
Nächster Gegner für den BBC Münsterland sind am Samstag die Dolphins Trier, die an diesem Wochenende pausiert haben. Hannover empfängt die Rhine River Rhinos zum Heimspiel.
Erster Sieg für München bringt Bayreuth ans Tabellenende
Nach 14 sieglosen Spielen konnten die Münchener Iguanas mit ihrem 80:71 (24:21, 40:39, 59:51)-Erfolg über den direkten Kontrahenten im Kampf um den Abstieg einen ersten Punktgewinn feiern und sich an den Oberfranken in der Tabelle auf Platz 9 vorbeischieben.
Die Zuschauenden in der Sporthalle an der Säbener Straße sahen von Beginn eine Partie auf Augenhöhe mit vielen Offensivaktionen und einer hohen Trefferquote auf beiden Seiten. Die Hausherren sicherten sich den ersten Abschnitt mit 24:21, während die Gäste das zweite Viertel mit 18:16 für sich entscheiden konnten.
Nach der Pause verloren die Bayreuther zunehmend den Zugriff auf das Spiel und überließen den Münchener die Initiative. Das Team von Topscorer Gabriel Robl (28 Punkte) nutzte diese Schwächephase aus, spielte abgeklärt und stellte den Vorsprung vor dem letzten Spielabschnitt auf acht Punkte (59:51).
Die Gäste versuchten, den Anschluss wieder herzustellen, fanden auch immer wieder erfolgreich den Weg unter den gegnerischen Korb, konnten den eigenen aber nicht entscheidend vor den Angriffsbemühungen der Iguanas schützen. Mit 21:20 ging der letzte Spielabschnitt an die Gastgeber, und bescherte den Oberfranken eine bittere Niederlage im Abstiegskampf.
RBB München Iguanas
Gabriel Robl (28/2 Dreier), Bastian Kolb (20/2), Josef Wernberger (14), Sebastian Holzheu (4), Urs Rechtsteiner (4), Sali Sakak (4), Lukas Haider (2), Annika Sonnleitner (2), Lorenz Hitzlsperger (2), Jonas Wengert (n.e.).
RSV Bayreuth
Dario Schultz (26), Isaac Lipscomb (21/1 Dreier), Vahid Atefimonfared (12), Dagmar van Hinte (8), Dominik Langer (2), Sebastian Gillsch (2), Meggie Gay, Mees Hessels.
Für Bayreuth steht am nächsten Spieltag erneut eine wichtige Partie auf dem Plan. Die Oberfranken reisen am Samstag (28.03.) zum Aufsteiger RB Zwickau. Die München Iguanas haben die Köln 99ers zu Gast.
Bulls bleiben auch gegen Zwickau im Takt
Mit dem 91:50 (24:13, 50:27, 66:31)-Erfolg über Aufsteiger RB Zwickau bleiben die RSB Thuringia Bulls auch nach 15 Spieltagen in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga ungeschlagen. Dabei mussten die Bullen bei ihrem Gastspiel in der Sporthalle Mosel verletzungsbedingt auf Alex Halouski verzichten. Zudem durften die THB-Fans gespannt sein, wie sich das Team von den kräftezehrenden letzten Wochen mit Pokal-Final 4 und Champions Cup in Italien präsentieren würde.
Zu Beginn des Spiels bekamen die Zuschauenden einen munteren offensiven Schlagabtausch zu sehen. Beide Verteidigungen bekamen die gegnerischen Schützen zunächst nicht unter Kontrolle. Nach fünf gespielten Minuten führten die thüringischen Gäste mit 10:8. Danach verschärfte die Mannschaft von Head Coach Andre Bienek den defensiven Druck und wurde gleichzeitig noch effizienter in der eigenen Offensive. Durch die folgenden Körbe von Vahid Azad, Tomas Klein und Arie Twigt konnten sich die Elxlebener zum Ende des ersten Viertels mit 24:13 erstmals deutlicher absetzen.
Im zweiten Spielabschnitt blieb die Partie schnell und ansehnlich. Wieder schenkten sich beide Teams nichts. Zur Mitte des Viertel drehten die Bulls wieder auf legten einen 9:0-Lauf hin, der im zwischenzeitlichen 45:23 endete. Vor der Halbzeit konnte Jack Pierre noch zwei sehenswerte Korberfolge für Zwickau verbuchen. Den Schlusspunkt setzte allerdings Vahid Azad mit seinem verwandelten Drei-Punkt-Wurf zum 50:27, ehe die Seiten gewechselt wurden.
Nach der Pause zeigte sich ein anderes Bild. Die Phase war geprägt von vielen Fehlwürfen und Ballverlusten, bedingt durch eine verbesserte defensive Leistung beider Teams und individuelle Fehler, die sich bei beiden Kontrahenten einschlichen. Während die Sachsen im gesamten Spielabschnitt lediglich vier Zähler erzielten, brachten die Gäste 16 Punkte auf die Anzeigetafel.
Vor dem Start in das Schlussviertel war das Spiel beim Stand von 66:31 bereits entschieden, bekam seinen ansehnlichen Charakter aber wieder zurück. Beide Teams scorten wieder konsequent und boten den Fans in der Halle eine attraktive Schlussphase. Letztendlich gewannen die Bullen souverän mit 91:50.
RB Zwickau
Maximilian Chagger (20), Lachlin Dalton (18/2 Dreier), Garrett Ostepchuk (4), Hayden Siebuhr (4), Jack Pierre (4), Helen Freeman, Amber Heijkamp, Aaron Hirst, Len van Dort (n.e.).
Thuringia Bulls
Arie Twigt (21), Tomas Klein (19), Vahid Azad (17/1 Dreier), Hubert Hager (17), Jordi Ruiz (7/1), Joakim Linden (6), Marie Kier (2), Anil Cegil (2), Lukas Gloßner.
Die Bulls empfangen am nächsten Samstag (28.03.) den RSV Lahn-Dill zum Gipfeltreffen, während die Zwickauer den Tabellenletzten RSV Bayreuth zum entscheidenden Match um den Klassenerhalt erwarten.
Thuringia Bulls weiter mit weißer Weste
Die Thuringia Bulls bleiben nach 15 Spielen ohne Niederlage Tabellenführer (30 Punkt). Mit ihren vier Punkten aus den zwei Spielen ziehen die Wiesbadener am Rekordmeister RSV Lahn-Dill, der an diesem Wochenende spielfrei hatte, vorbei auf Platz 2 (22 Punkte).
Hannover United festigt mit dem Punktgewinn den vierten Tabellenplatz (20 Punkte) und damit die Teilnahme an den Playoff-Spielen, während der BBC Münsterland mit vier Punkten Rückstand zunächst auf Platz sechs abrutscht und nur noch theoretische Chancen auf die Playoffs besitzt.
Köln rangiert mit neuen Punkten unverändert am unteren Ende des Mittelfeldes auf Platz 7. In der Abstiegszone sind die München Iguanas am RSV Bayreuth (2 Punkte) vorbei auf Platz 9 gestiegen. Aufsteiger Zwickau hat auf Platz 8 vier Pluspunkte auf dem Konto.
Bei den ebenfalls spielfreien Dolphins aus Trier stehen 16 Punkte zu Buche (Platz fünf).
Text: Presse FB RBB mit Material der Vereine