Deutscher Pokalsieger 2026: RSB Thuringia Bulls.
Foto: Gregor Pleßmann
ING Final Four 2026
Thuringia Bulls sind Deutscher Pokalsieger 2026
Die erste Entscheidung der Saison ist gefallen: Der alte ist auch der neue Pokalsieger 2026. Die Thuringia Bulls sicherten sich im Frankfurter ING Skywheelers Dome in einem bis zum Ende spannenden Pokalspiel gegen starke Rhine River Rhinos mit 77:70 (21:19, 40:30, 59:46) ihren fünften Pokalerfolg.
Von Beginn an entwickelte sich ein spannendes Spiel, bei dem der amtierende Pokalsieger aus Thüringen den besseren Einstieg fand und bis Mitte des ersten Viertels durch einen Treffer von Vahid Azad mit 15:6 in Führung gehen konnte. In der Folge kamen die Wiesbadener zunehmend besser in die Partie und hatten kurz vor Ende des ersten Spielabschnitts sogar die Führung in der Hand. Wiesbadens Nationalspieler Nico Dreimüller verpasste aber und Linden sorgte unter dem Jubel der zahlreichen Bulls-Anhänger im Gegenzug für das 21:18.
Nach der Viertelpause bot sich ein ähnliches Bild. Die Thüringer kamen immer wieder zu gut herausgespielten Korberfolgen, die von den Fans frenetisch bejubelt wurden. Die Wiesbadener hielten ihrerseits dagegen, gerieten aber durch den Dreier von Jordi Ruiz erstmals mit 12 Punkten in Rückstand (24:36, 16. Min.). Takuya Furusawa und Mojtaba Kamali sorgten derweil dafür, das die Thüringer nicht enteilen konnten und hielten ihr Team mit 30:40 zur Halbzeit Pause weiter in Reichweite.
Die Rhinos agierten auch nach der Pause mit viel Qualität und konnten weiter verkürzen, hatten aber gegen Ende des dritten Viertels etwas Pech in den Abschlüssen, während auf der Gegenseite Linden, Ruiz und Co. nach belieben trafen und mit einem Buzzerbeater auf 59:46 erhöhten. Vor allem in der Verteidigung griffen die Bullen beherzt zu und stellten die Rhinos immer wieder vor große Herausforderungen.
Spannung bis zum Schluss
Das letzte Viertel versprach trotz der 13 Punkte Abstand weiter viel Spannung und die bekamen die Zuschauenden dann auch geboten. Wiesbaden legte noch einmal alles in die Waagschale, verkürzte auf sechs Punkte 55:59 (32.) in einer Phase, in der die Trefferquote der Thüringer etwas runter ging. Nur eine Minute später drohte das Spiel beim Stand von 57:59 zu kippen, aber die Bulls fanden ihre Sicherheit zurück und zogen wieder mit sechs Punkten davon. Kamali und Tim Diedrich hielten mit ihren Treffern die Hoffnung auf den Pokalgewinn weiter aufrecht und Dreimüller versenkte 34 Sekunden vor Schluss einen Dreier zum 73:68. Es sollten lange letzte 30 Sekunden werden.
Wiesbaden versuchte mit schnellen Fouls den Gegner an die Freiwurflinie zu bringen, doch die Bulls ließen sich von dieser Taktik nicht aus der Ruhe bringen. Halouski und Linden verwandelten (fast) alle Freiwürfe sicher und konnten schlußendlich über einen verdienten 77:70-Pokalerfolg jubeln.
Foto: Gregor Pleßmann
Die RSB Thuringia Bulls feierten damit ihren fünften Pokalgewinn der Vereinsgeschichte. Die Medaillen überreichte Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef, begleitet vom lautstarken Jubel der Bulls-Fans. Auch die im Halbfinale ausgeschiedenen Teams aus Hannover und München zollten beiden Finalisten Respekt und verschoben ihre Abreise auf die Zeit nach Spielende.
Hessischer Rundfunk war live dabei
Alle, die nicht live vor Ort sein konnten, hatten die Möglichkeit, das Spiel auf der Streamingplattform des HR zu verfolgen, kommentiert vom versierten Sportmoderator Heiko Neumann, der vom Herrenbundestrainer Jan Haller unterstützt wurde.

Foto: Gregor Pleßmann
Frankfurt bis 2032 Austragungsort für das Final Four
Ein großes Dankeschön richteten Pokal-Spielleiter Jürgen Bäumer (2. v. l.) und Sportvorstand Marcus Jach (2. v. r.) vom Fachbereich Rollstuhlbasktball vor der Siegerehrung an Pierre Fontaine (m.) und sein Orgateam von den ING Skywheelers für die hervorragende Ausrichtung des Final Four. Folgerichtig haben die Verantwortlichen entschieden, dass der Standort Frankfurt nach 2027 weitere fünf Jahre Austragungsort dieses prestigeträchtigen Wettbewerbs bleiben wird. Darüber freuten sich auch Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef (l.) und Stadtkämmerer Dr. Bastian Bergerhoff (r.).
Thuringia Bulls: Joakim Linden (28), Vahid Gholamazad (18), Jordi Ruiz Jordan (14), Aliaksandr Halouski (9), Hubert Hager (8), Marie Kier, Lukas Gloßner, Arie Twigt, Tomas Klein (n.e.), Anil Cegil (n.e.).
Rhine River Rhinos Wiesbaden: Mojtaba Kamali (25), Kei Akita (16), Tim Diedrich (11), Nico Dreimüller (7, 1 Dreier), Tayuka Furusawa (7), Hannah Dodd (2), James Palmer (1), Teemu Partanen, Steven Elliott, Geshnigani Seyedmehran Hosseini (n.e.), Nicola Damiano (n.e.), Simon Dornieden (n.e.).
Text: Presse FB RBB mit Material der Vereine
Impressionen
Fotos: Gregor Pleßmann