Foto: Steffie Wunderl

Rollstuhlbasketball trauert um Paul ›Bowesy‹ Bowes

Die internationale Rollstuhlbasketball-Gemeinschaft trauert um Paul ›Bowesy‹ Bowes, der am 2. März 2026 im Alter von 65 Jahren verstorben ist. Mit ihm verliert der Sport einen leidenschaftlichen Trainer, Mentor und wichtigen Botschafter des Rollstuhlbasketballs.

Der aus Woodstock in der kanadischen Provinz Ontario stammende Bowes begann seine Trainerlaufbahn Ende der 1980er-Jahre. Über viele Jahre war er im kanadischen Rollstuhlbasketball engagiert, unter anderem als Assistenz- und später als Cheftrainer der Herren-Nationalmannschaft. Zu den sportlichen Höhepunkten seiner Laufbahn zählen zwei paralympische Goldmedaillen mit Kanada (2000 und 2004) als Teil des Trainerteams sowie der Gewinn der Weltmeisterschaft 2006 als Head Coach.

Auch im deutschen Rollstuhlbasketball hinterließ Bowes deutliche Spuren. Zwischen 2017 und 2023 arbeitete er als Assistant Coach der deutschen Herren-Nationalmannschaft und brachte seine internationale Erfahrung, seine große Fachkompetenz und seine besondere Persönlichkeit in die Mannschaft ein. Zudem war er als Head Coach der Rhine River Rhinos Wiesbaden in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga aktiv.

»Mit seiner Offenheit, seinem Humor und seiner Begeisterung für den Rollstuhlbasketball hat er Menschen auf der ganzen Welt verbunden.«

Nicolai Zeltinger

Vorstand Kommunikation & Marketing

Bowes war weit über seine sportlichen Erfolge hinaus geschätzt. Er galt als Trainer, der Athletinnen und Athleten nicht nur sportlich entwickelte, sondern ihnen auch Werte wie Respekt, Haltung und Teamgeist vermittelte.

Für seine Verdienste um den Sport wurde Bowes 2024 in die Hall of Fame von Wheelchair Basketball Canada aufgenommen.

Der ehemalige Bundestrainer und heutige Vorstandsmitglied von Rollstuhlbasketball Deutschland, Nicolai Zeltinger, würdigt Bowes: »Paul ›Bowesy‹ Bowes war für viele von uns weit mehr als ein Trainer. Er war Mentor, Freund und ein leidenschaftlicher Botschafter unseres Sports. Mit seiner Offenheit, seinem Humor und seiner Begeisterung für den Rollstuhlbasketball hat er Menschen auf der ganzen Welt verbunden. Er war sein ganzes Leben lang – bis zu seinem letzten Tag – ein Optimist. Darin war und bleibt er uns ein großes Vorbild.«

Mit Paul verliert der Rollstuhlbasketball eine prägende Persönlichkeit. Sein Engagement und seine Leidenschaft für den Sport werden unvergessen bleiben.

Unsere Gedanken sind bei seiner Frau Laurie, seiner Familie sowie allen Freundinnen und Freunden weltweit.

Nicolai Zeltinger