Die deutsche Rollstuhlbasketball-Natio der Damen – hier vor dem Tippoff gegen Japan – gewann 2016 den Osaka Cup.
Archiv-Foto: Privat
Osaka Cup
Deutsche Damen starten mit Auftakt-Sieg gegen Thailand in den Osaka Cup
Zur Vorbereitung auf das Repechage-Turnier im Juni, wo die letzten vier Tickets für die Weltmeisterschaften in Ottawa vergeben werden, nimmt die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft am traditionsreichen Osaka Cup in Japan teil. Zum Auftakt konnte das Team von Bundestrainer Josef Jaglowski gegen Thailand einen deutlichen Erfolg einfahren.
Nach der verpassten WM-Qualifikation mit Platz vier bei der Europameisterschaft in Sarajevo liegt der Fokus in diesem Jahr zunächst auf der Vorbereitung auf das Repechage-Turnier im Juni, bei dem noch vier WM-Tickets vergeben werden. Erste Station ist das internationale Rollstuhlbasketballturnier in Osaka, bei dem es Bundestrainer Jaglowski vor allem darum geht, »unsere Leistungsfähigkeit gegen unsere zukünftigen Gegner zu testen.« Sowohl Thailand als auch Australien werden bei dem WM-Qualifikationsturnier in Madrid Gegnerinnen der deutsche Mannschaft sein.
Deutsche Damen mit starkem Auftritt gegen Thailand
Im ersten Spiel gegen Thailand ist es den deutschen Damen beim deutlichen 67:25-Erfolg schon sehr gut gelungen. In der Asue Arena Osaka legte das Team um Kapitänin Svenja Mayer mit einer aktiven Verteidigung und konzentrierten Abschlüssen mit 20:4 im ersten Viertel einen hervorragenden Start hin. Dabei zeigte das regelmäßige gemeinsame Training in Nürnberg in punkto Zusammenspiel und Verständnis untereinander schon erste Auswirkungen.
Die Thailänderinnen spielten die gesamten 40 Minuten Pressing und verteidigten aktiv. Team Germany war jedoch auf eine solche Verteidigung vorbereitet und konnte im Schnellangriff problemlos punkten und den Vorsprung kontinuierlich weiter ausbauen.
Im letzten Viertel versuchten es die deutschen Damen selbst mit dem Zonenpressing und gewannen den Spielabschnitt schließlich deutlich mit 17:4. Am Ende stand ein verdienter 67:25-Erfolg zu Buche.
Alle zehn Spielerinnen kamen ausreichend zum Einsatz. Topscorerin war Mareike Miller mit 16 Punkten, gefolgt von Svenja Mayer (16), Roli-Ann Neubauer (15), Annika Sonnleitner (10), die ebenfalls zweistellig punkteten.
Am Samstag (21.02.) stehen für Deutschland gleich zwei Spiele gegen Top Teams auf dem Programm. Um 10.30 Uhr (Ortszeit Osaka) heißen die Gegnerinnen Australien und um 14.00 Uhr steigt die Partie gegen Gastgeber Japan. Tags darauf stehen die Finalspiele an, ehe für Montag die Rückreise geplant ist.
Mareike Miller (16 Punkten), Svenja Mayer (16), Roli-Ann Neubauer (15), Annika Sonnleitner (10), Lilly Sellak (6), Lena Knippelmeyer (2), Marie Kier (2), Svenja Erni, Johanna Ernst, Verena Miller.
Deutscher Erfolg im Osaka Cup liegt zehn Jahre zurück
Seit 2007 wird der Osaka Cup als internationales Rollstuhlbasketballturnier mit einigen der weltbesten Frauenmannschaften veranstaltet, »um den internationalen Austausch zu fördern und die Verbreitung und Entwicklung des Sports für Menschen mit Behinderungen zu unterstützen«, wie es auf der Veranstalter-Website heißt.
Rekordsieger ist Australien mit sechs Erfolgen, gefolgt von den Niederlanden (4), Kanada und Ausrichter Japan (jeweils 2). Deutschland konnte sich 2016 in die Siegerliste des Freundschaftsturniers eintragen. Im Team des damaligen Bundestrainers Holger Glinicki standen unter anderem Mareike Miller und Gesche Schünemann.
Das deutsche Aufgebot für Osaka
Svenja Erni, 3.5 Punkte, Doneck Dolphins Trier
Johanna Ernst, 1.5, Kieler Wheeler
Marie Kier, 1.0, RSB Thuringia Bulls
Lena Knippelmeyer, 4.5, RSC Osnabrück
Svenja Mayer, 2.5, Nürnberg Falcons
Verena Meyer, 1.0, Nürnberg Falcons
Mareike Miller, 4.5, Nürnberg Falcons
Roli-Ann Neubauer, 4.5, Alba Berlin
Lilly Sellak, 3.5, Nürnberg Falcons
Annika Sonnleitner, 2.5, Iguanas München
Josef Jaglowski, Bundestrainer
Gesche Schünemann, Assistant Coach
Alina Kempe (Physio)
Christian Günther (Techniker)
Text: FB RBB